Ein Blog über dies und das aus meinem Leben

Veröffentlicht am 04. Juli 2018

Wie ihr meinen älteren Posts entnehmen könnt, habe ich (mehr oder weniger hart) für den Hella-Halbmarathon in Hamburg trainiert. Am Wochenende vor dem Halbmarathon habe ich mich dann endlich mal an eine 19km-Strecke gewagt. Alle vorherigen Trainingseinheiten bewegten sich maximal im Bereich bis 15km. Es war also "allerhöchste Eisenbahn" mal ein paar Kilometer mehr zu machen. Die Trainingseinheit war im Großen und Ganzen gut. Allerdings sorgte sie auch für einen Muskelkater, der mir keine weitere (sinnvolle) Trainingseinheit vor dem großen Lauf ermöglichte...

Anreise

Am vergangenen Sonntag (1. Juli) war es dann soweit. Da ich es vorher etwas verpeilt hatte, musste ich natürlich noch meine Startunterlagen abholen. Da man diese am Sonntag nur zwischen 7:00 und 8:30 Uhr abholen konnte, saß ich gegen 6:30 Uhr im Auto Richtung Hamburg. Das war für mich auch keine größere Herausforderung, da ich doch dezent nervös war und sowieso nicht viel länger schlafen konnte.

Kurz nach 7 Uhr war mein Auto geparkt und ich stand am Gleis der U2 in Richtung Messehallen. Im Augenwinkel sah ich einen weiteren Läufer (leicht erkennbar an der Hightech-Ausrüstung) auf mich zukommen. Ich freute mich auf ein nettes Gespräch unter Gleichgesinnten.

Veröffentlicht am 21. Mai 2018

Es gibt einige Fakten über mich, die ich, wenn überhaupt, nur widerwillig erzähle. Ich bin in einem Umfeld aufgewachsen, in dem Vereine hauptsächlich zur Ausübung sportlicher Aktivitäten dienten. So war ich als Kind natürlich im Fußballverein (wenn auch nicht sonderlich erfolgreich). Später habe ich mich dann dem Paddeln zugewandt und auch das einige Jahre im Verein ausgelebt. Vereine, wie die meisten Schützenverein (es sind natürlich nicht alle Schützenverein so), in denen es weniger um den Sport geht, fanden bei mir daher wenig Beachtung. Bis heute betrachte ich vergleichbare Vereine mit einer gewissen Skepsis. Das bringt uns dann auch schon wieder zu einem Thema, dass ich normalerweise eher verschweige.

Minden, Helau!

Es geht um meine aktive Zeit im Karnevalsverein. Diese Zeit ist zwar schon lange vorbei, aber WENN es mal zur Sprache kommt, erntet man doch eher mitleidige Blicke als ein "Oh, das ist ja cool. Erzähl mal. Wie war das denn genau?"
Und das wahrscheinlich auch gar nicht zu Unrecht. Ich war dort zwar im sportlichen Bereich tätig, aber der Hauptzweck dieses Vereins war für die meisten anderen wohl eher der regelmäßige und ausgiebige Alkoholausschank.

Horrido!

Ich betrachte so ziemlich alle alkoholorientierten Vereine als nicht unbedingt erhaltenswert. Umso fragwürdiger ist daher natürlich meine Mitgliedschaft im einem sportlich wenig erfolgreichen Schützenverein. Die Gründe für meine Mitgliedschaft sind ebenso diffus wie unsinnig und werden daher an dieser Stelle nicht weiter beleuchtet. Es sei nur soviel gesagt: Es hat mit einer Kaffeemaschine zu tun.

Immer wieder, wenn ich meine Bedenken gegen diese Art der Vereine äußere, bekomme ich folgendes Argument zu hören:

Ich finde solche Vereine wichtig. Es geht dabei auch um den Erhalt von Traditionen.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, dieses Argument akzeptiere und verstehe ich voll und ganz. Doch was wäre so eine Aussage ohne ein "aber"?

Veröffentlicht am 17. Mai 2018

Wir laufen früh morgens (gegen 04:00 Uhr) in Palma de Mallorca ein. Es ist Abreisetag. Unser Flieger geht allerdings erst um 19:25 Uhr. Da alle Kabinen bis 9 Uhr geräumt sein müssen, haben wir eine Tageskabine bis 14 Uhr gebucht. So können wir den Sohnemann mittags noch entspannt zu seinem Mittagsschlaf betten. Wir packen morgens also schon unsere Koffer und gehen im Anschluss zu Frühstück. Nach dem Frühstück können wir dann unsere Tageskabine beziehen. Hier entspannen wir erst ein bisschen, da wir ja heute einen langen Tag vor uns haben. 

Eigentlich wollten wir am frühen Nachmittag noch eine gute Stunde in Palma verbringen. Auch hier gab es einen günstigen, vom Schiff organisierten, Bus-Shuttle. Zugegeben, besonders viel Zeit hatten wir uns dafür nicht eingeplant. Um 16:45 ging a ja schon wieder unser Transfer in Richtung Flughafen. Nachdem wir unsere Tageskabine also geräumt hatten, brachten wir unser Gepäck in die Abtanz-Bar, in der man das Gepäck bis zur Abreise parken darf. Von dort gingen wir vom Bord in Richtung Bushaltestelle. "Warten Sie bitte hier. In zirka 2 Minuten kommt der Bus", sagte die nette Dame dort. Die Gäste, die ein paar Minuten später an der Haltestelle eintrafen wurden hingegen mit "Warten Sie bitte hier. In zirka 10 Minuten kommt der Bus" begrüßt. Ähhm... Irgendwas lief hier doch schief... 

Veröffentlicht am 16. Mai 2018

Seit gestern Abend liegen wir in Barcelona. Da wir heute erst gegen 18 Uhr auslaufen, haben wir noch reichlich Zeit die Stadt zu erkunden. Nach dem Frühstück machen wir uns also auf den Weg in die Stadt. Es gibt einen Shuttle-Bus, der uns direkt am Schiff abholt und uns bis zum World Trade Center fährt. Von dort kann man die Innenstadt schnell zufuß erreichen. 

Bei der Kathedrale angekommen, gibt ein fröhlicher und lustig geschminkter Clown meinem Sohn ein Luftballon-Schwert und hält danach die Hand in meine Richtung auf. Tolle Taktik, die bei mir wahrscheinlich funktioniert hätte. Zum Glück hat meine Frau unsere Portemonnaies. Ich werfe ihr einen fragenden Blick zu. Sie gibt mir und dem Clown wortlos zu verstehen, dass wir KEIN Luftballon-Schwert kaufen werden. Ohne weitere Diskussion oder Tränen gibt unser Sohn das Luftballon-Schwert wieder ab. Ein toller Sohn. Interessanterweise sieht der Clown nun gar nicht mehr so fröhlich aus. 

Wir besuchen auch einen Markt, auf dem es alle möglichen Köstlichkeiten und Abscheulichkeiten zu kaufen gibt. Von Früchten bis hin zu Fischköpfen. Von Gewürzen bis hin zu lebenden Hummern. Alles ist bunt. Bunte Macarons, bunte Früchte, bunte Blumen, bunte Kräuter. Es ist ein tolles Spektakel. 

Veröffentlicht am 15. Mai 2018

Es ist Montag der 7. Mai und ein schöner Tag auf hoher See. Das Meer ist spiegelglatt und wir gleiten mit 10 Knoten dahin. Es verspricht ein wunderschöner Tag zu werden. Allerdings hat unser Sohn seit gestern eine Stelle am Arm, von der wir erst vermutet haben, dass es sich um einen einfachen Mückenstich handelt. Dieser hat sich über Nacht allerdings deutlich vergrößert. Außerdem kratzt Levi sich dort regelmäßig. Glücklicherweise habe ich eine ziemlich clevere Frau, die im Vorfeld für uns drei eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat. Denn an Bord gibt es zwar ein Hospital, aber da es ein privates Hospital ist, fallen hier schon für kleine Behandlungen hohe Kosten an.  

Nach dem Frühstück gehe ich mit Levi auf Deck drei in das Bordhospital um den Stich/Biss untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt fest, dass es sich wahrscheinlich um einen Zeckenbiss handelt. Das erkennt er auch daran, dass anscheinend noch Reste der Zecke in der Wunde sind. Levi scheint schon zu ahnen, was nun auf ihn zu kommt und ist vorsorglich schon mal weinerlich auf meinem Arm. 

Wir folgen dem Doktor aus dem Behandlungsraum In den OP, wo die Reste der Zecke mit einer Nadel "herausgepult" werden. Kein Spaß für alle Beteiligten. Der Doktor ist zwar sehr nett und mitfühlend, zieht das Prozedere aber auch schnell und ohne lange Diskussion durch. Ein Glück. Levi hat ganz tapfer still gehalten, wenn auch natürlich unter vielen Tränen.