Ein Blog über dies und das aus meinem Leben

Veröffentlicht am 17. Mai 2018

Wir laufen früh morgens (gegen 04:00 Uhr) in Palma de Mallorca ein. Es ist Abreisetag. Unser Flieger geht allerdings erst um 19:25 Uhr. Da alle Kabinen bis 9 Uhr geräumt sein müssen, haben wir eine Tageskabine bis 14 Uhr gebucht. So können wir den Sohnemann mittags noch entspannt zu seinem Mittagsschlaf betten. Wir packen morgens also schon unsere Koffer und gehen im Anschluss zu Frühstück. Nach dem Frühstück können wir dann unsere Tageskabine beziehen. Hier entspannen wir erst ein bisschen, da wir ja heute einen langen Tag vor uns haben. 

Eigentlich wollten wir am frühen Nachmittag noch eine gute Stunde in Palma verbringen. Auch hier gab es einen günstigen, vom Schiff organisierten, Bus-Shuttle. Zugegeben, besonders viel Zeit hatten wir uns dafür nicht eingeplant. Um 16:45 ging a ja schon wieder unser Transfer in Richtung Flughafen. Nachdem wir unsere Tageskabine also geräumt hatten, brachten wir unser Gepäck in die Abtanz-Bar, in der man das Gepäck bis zur Abreise parken darf. Von dort gingen wir vom Bord in Richtung Bushaltestelle. "Warten Sie bitte hier. In zirka 2 Minuten kommt der Bus", sagte die nette Dame dort. Die Gäste, die ein paar Minuten später an der Haltestelle eintrafen wurden hingegen mit "Warten Sie bitte hier. In zirka 10 Minuten kommt der Bus" begrüßt. Ähhm... Irgendwas lief hier doch schief... 

Veröffentlicht am 16. Mai 2018

Seit gestern Abend liegen wir in Barcelona. Da wir heute erst gegen 18 Uhr auslaufen, haben wir noch reichlich Zeit die Stadt zu erkunden. Nach dem Frühstück machen wir uns also auf den Weg in die Stadt. Es gibt einen Shuttle-Bus, der uns direkt am Schiff abholt und uns bis zum World Trade Center fährt. Von dort kann man die Innenstadt schnell zufuß erreichen. 

Bei der Kathedrale angekommen, gibt ein fröhlicher und lustig geschminkter Clown meinem Sohn ein Luftballon-Schwert und hält danach die Hand in meine Richtung auf. Tolle Taktik, die bei mir wahrscheinlich funktioniert hätte. Zum Glück hat meine Frau unsere Portemonnaies. Ich werfe ihr einen fragenden Blick zu. Sie gibt mir und dem Clown wortlos zu verstehen, dass wir KEIN Luftballon-Schwert kaufen werden. Ohne weitere Diskussion oder Tränen gibt unser Sohn das Luftballon-Schwert wieder ab. Ein toller Sohn. Interessanterweise sieht der Clown nun gar nicht mehr so fröhlich aus. 

Wir besuchen auch einen Markt, auf dem es alle möglichen Köstlichkeiten und Abscheulichkeiten zu kaufen gibt. Von Früchten bis hin zu Fischköpfen. Von Gewürzen bis hin zu lebenden Hummern. Alles ist bunt. Bunte Macarons, bunte Früchte, bunte Blumen, bunte Kräuter. Es ist ein tolles Spektakel. 

Veröffentlicht am 15. Mai 2018

Es ist Montag der 7. Mai und ein schöner Tag auf hoher See. Das Meer ist spiegelglatt und wir gleiten mit 10 Knoten dahin. Es verspricht ein wunderschöner Tag zu werden. Allerdings hat unser Sohn seit gestern eine Stelle am Arm, von der wir erst vermutet haben, dass es sich um einen einfachen Mückenstich handelt. Dieser hat sich über Nacht allerdings deutlich vergrößert. Außerdem kratzt Levi sich dort regelmäßig. Glücklicherweise habe ich eine ziemlich clevere Frau, die im Vorfeld für uns drei eine Auslandskrankenversicherung abgeschlossen hat. Denn an Bord gibt es zwar ein Hospital, aber da es ein privates Hospital ist, fallen hier schon für kleine Behandlungen hohe Kosten an.  

Nach dem Frühstück gehe ich mit Levi auf Deck drei in das Bordhospital um den Stich/Biss untersuchen zu lassen. Der Arzt stellt fest, dass es sich wahrscheinlich um einen Zeckenbiss handelt. Das erkennt er auch daran, dass anscheinend noch Reste der Zecke in der Wunde sind. Levi scheint schon zu ahnen, was nun auf ihn zu kommt und ist vorsorglich schon mal weinerlich auf meinem Arm. 

Wir folgen dem Doktor aus dem Behandlungsraum In den OP, wo die Reste der Zecke mit einer Nadel "herausgepult" werden. Kein Spaß für alle Beteiligten. Der Doktor ist zwar sehr nett und mitfühlend, zieht das Prozedere aber auch schnell und ohne lange Diskussion durch. Ein Glück. Levi hat ganz tapfer still gehalten, wenn auch natürlich unter vielen Tränen.  

Veröffentlicht am 14. Mai 2018

Es gibt tatsächlich einen weiteren Reisebericht. Nein, die Aktiv-Tour ist nicht ausgefallen und ich habe auch keinen Rückzieher gemacht. Ich habe sie tatsächlich relativ erfolgreich gemeistert. Aber lasst mich vorne anfangen. 

Es ist Sonntagmorgen. Und ein wirklich schöner noch dazu. Wir ankern bei herrlichstem Sonnenschein vor Cannes. Auf mich wartet eine gut 45km lange Aktiv-Fahrradtour. Lars, der Bike-Guide, hatte mich an Tag zwei dazu überredet, von der entspannten Bummel-Tour auf die sportlich anspruchsvolle Aktiv-Tour zu wechseln. Da ich mir bis zu diesem Moment fast etwas unsicher bin, ob ich wirklich fit genug für diese Tour bin, steigt die Aufregung in mir nicht unerheblich an. 

Um 9 Uhr ist es dann endlich soweit. Alle Radler versammeln sich am Treffpunkt auf Deck 4. Hier werden die wichtigsten Regeln erklärt, sowie Helme und Rucksäcke ausgeteilt. Auf dem Schiff liegen, in großer Zahl, zwei verschiedene Fahrradhelm-Größen bereit. Mir wird, nicht ganz unberechtigt, die größere der beiden gereicht. Wer mich etwas besser kennt, weiß genau, wie die Geschichte weiter geht... Der Helm ist zu klein. Zum Glück liegen auch, wenn auch in deutlich kleinerer Stückzahl, XXL-Helme bereit. Mit diesem komme ich dann überraschenderweise klar.  

Veröffentlicht am 13. Mai 2018

Nach einer ruhigen Nacht kommen wir erholt in La Spezia an. Unser Ausflug startet mit der Abholung der Bus-Tickets um 7:30 Uhr. Die Nacht war also erholsam, aber definitiv zu früh vorbei. Wir haben allerdings die Hoffnung, dass sich das frühe Aufstehen bezahlt macht und wir mit einem tollen Ausflug nach Pisa belohnt werden. 

Unsere heutige Reiseführerin heißt Anne-Marie. Eine wirklich nette und tatsächlich witzige Person. Außerdem ist sie mir im Nachgang noch symphatischer, weil sie mit keinem Geschäft names "Savelli" (und auch mit keinem anderen Geschäft) einen sehr offensichtlichen Deal geschlossen hat. Sie nutzt die ca. 60 minütige Fahrt nach Pisa, um uns viele interessante Fakten über die an der Route gelegenen Orte zu nennen. Informativ und immer wieder mal witzig. Falls ihr mal nach Pisa kommt, solltet ihr unbedingt nach Anne-Marie als Reiseleitung fragen. Eine klare Empfehlung. 

In Pisa angekommen laufen wir direkt zum Platz der Wunder. Hier gibt es viel zu entdecken. Neben dem schiefen Turm gibt es hier die Taufkirche und die Kathedrale zu sehen. Auch wenn die anderen Bauten wirklich beeindruckend sind, so lässt mich der schiefe Turm nicht los. Der ist tatsächlich SEHR schief. Und SEHR schwer. Mein doch sehr limitiertes Wissen über Bauphysik lässt mich Schlimmes ahnen. Meinen Berechnungen zufolge müsste der Turm noch heute seinen Abgang gen Süden machen. Als ich dann auch noch von Anne-Marie erfahre, dass sich der Turm jedes Jahr einen Millimeter weiter neigt, halte ich dezent übertriebenen Sicherheitsabstand oder halte ich zumindest nördlich des Turmes auf.