Ein Blog über dies und das aus meinem Leben

Veröffentlicht am 14. Mai 2018

Es gibt tatsächlich einen weiteren Reisebericht. Nein, die Aktiv-Tour ist nicht ausgefallen und ich habe auch keinen Rückzieher gemacht. Ich habe sie tatsächlich relativ erfolgreich gemeistert. Aber lasst mich vorne anfangen. 

Es ist Sonntagmorgen. Und ein wirklich schöner noch dazu. Wir ankern bei herrlichstem Sonnenschein vor Cannes. Auf mich wartet eine gut 45km lange Aktiv-Fahrradtour. Lars, der Bike-Guide, hatte mich an Tag zwei dazu überredet, von der entspannten Bummel-Tour auf die sportlich anspruchsvolle Aktiv-Tour zu wechseln. Da ich mir bis zu diesem Moment fast etwas unsicher bin, ob ich wirklich fit genug für diese Tour bin, steigt die Aufregung in mir nicht unerheblich an. 

Um 9 Uhr ist es dann endlich soweit. Alle Radler versammeln sich am Treffpunkt auf Deck 4. Hier werden die wichtigsten Regeln erklärt, sowie Helme und Rucksäcke ausgeteilt. Auf dem Schiff liegen, in großer Zahl, zwei verschiedene Fahrradhelm-Größen bereit. Mir wird, nicht ganz unberechtigt, die größere der beiden gereicht. Wer mich etwas besser kennt, weiß genau, wie die Geschichte weiter geht... Der Helm ist zu klein. Zum Glück liegen auch, wenn auch in deutlich kleinerer Stückzahl, XXL-Helme bereit. Mit diesem komme ich dann überraschenderweise klar.  

Veröffentlicht am 13. Mai 2018

Nach einer ruhigen Nacht kommen wir erholt in La Spezia an. Unser Ausflug startet mit der Abholung der Bus-Tickets um 7:30 Uhr. Die Nacht war also erholsam, aber definitiv zu früh vorbei. Wir haben allerdings die Hoffnung, dass sich das frühe Aufstehen bezahlt macht und wir mit einem tollen Ausflug nach Pisa belohnt werden. 

Unsere heutige Reiseführerin heißt Anne-Marie. Eine wirklich nette und tatsächlich witzige Person. Außerdem ist sie mir im Nachgang noch symphatischer, weil sie mit keinem Geschäft names "Savelli" (und auch mit keinem anderen Geschäft) einen sehr offensichtlichen Deal geschlossen hat. Sie nutzt die ca. 60 minütige Fahrt nach Pisa, um uns viele interessante Fakten über die an der Route gelegenen Orte zu nennen. Informativ und immer wieder mal witzig. Falls ihr mal nach Pisa kommt, solltet ihr unbedingt nach Anne-Marie als Reiseleitung fragen. Eine klare Empfehlung. 

In Pisa angekommen laufen wir direkt zum Platz der Wunder. Hier gibt es viel zu entdecken. Neben dem schiefen Turm gibt es hier die Taufkirche und die Kathedrale zu sehen. Auch wenn die anderen Bauten wirklich beeindruckend sind, so lässt mich der schiefe Turm nicht los. Der ist tatsächlich SEHR schief. Und SEHR schwer. Mein doch sehr limitiertes Wissen über Bauphysik lässt mich Schlimmes ahnen. Meinen Berechnungen zufolge müsste der Turm noch heute seinen Abgang gen Süden machen. Als ich dann auch noch von Anne-Marie erfahre, dass sich der Turm jedes Jahr einen Millimeter weiter neigt, halte ich dezent übertriebenen Sicherheitsabstand oder halte ich zumindest nördlich des Turmes auf. 

Veröffentlicht am 12. Mai 2018

Es ist der 4. Mai 2018 und wir liegen im Hafen von Civitavechia. Wir haben den Landgang "Rom in Eigenregie" gebucht und steigen gegen 8:30 in den Bus Richtung Rom. Civitavechia liegt etwa eine Stunde von Rom entfernt. Die Busfahrt zeigt mir mal wieder, dass wir Deutschen uns doch recht zivilisiert im Straßenverkehr verhalten. Hier in Italien sieht das nämlich etwas anders aus. Fußgänger auf dem Standstreifen der Autobahn sind, zumindest auf dieser Strecke, gar nicht ungewöhnlich. Auch ist es kein seltenes Bild, dass drei Autos auf einer zweispurigen Straße nebeneinander fahren.  Das einzige was hier deutlich entspannter ist, ist die Geschwindigkeit. Hier donnert niemand mit 250 km/h über die Autobahn. 

Maria, unser Tourguide bis zum Ziel erklärt uns unterwegs, dass wir uns NICHT direkt nach dem Aussteigen trennen, sondern zu einem Geschäft namens "Savelli" laufen. Dieses Geschäft namens "Savelli" wird auch unser Treffpunkt am Ende des Ausflugs sein. Im Geschäft "Savelli" gibt es für uns auch Toiletten. Außerdem kann man bei "Savelli" so ziemlich alles kaufen. Bücher, Souvenirs, Bilder vom Papst und so weiter. Wir sollen auf keinen Fall vergessen, dass der Name des Geschäftes "Savelli" ist. 

Bei der recht auschweifenden Erläuterung dieses Geschäftes überkommt mich das Gefühl, dass die Liebe Maria einen Deal mit diesem Geschäft namens "Savelli" hat. Ist allerdings reine Spekulation. 

Veröffentlicht am 11. Mai 2018

Der erste "richtige" Tag der Kreuzfahrt ist ein Seetag. Wir laufen also erst morgen in der Früh den Hafen von Civitavechia (nahe Rom) an. Geweckt werden wir von herrlichem Sonnenschein, einem tollen Blick aufs Meer und leichtem Seegang - oder wie es der Kreuzfahrtdirektor so nett ausdrückt- "Schiffsbewegungen". Schon vor dem Frühstück stellt sich raus, dass ich im Vergleich zu meiner Frau relativ seefest bin. 

Mein Sohn und ich gehen also alleine zum Frühstück in das sehr volle Buffet-Restaurant. Wir laden uns zwei Brötchen und passenden Aufschnitt auf den Teller und machen uns auf die Suche nach einen freien Tisch. Leider erfolglos. Aber eine Reisegruppe freundlicher Senioren hat Mitleid und läd uns an ihren Tisch ein. Der Sohnemann gibt wieder sein Bestes und verzaubert insbesondere die Damen am Tisch mit seinem Charme. 

Nach dem Frühstück packen wir für meine Frau ein paar nette Backwaren ein und bringen ihr diese auf die Kabine. Ich lasse meinen Sohn bei meiner Frau und begebe mich zu den "Bikeguides". Ich habe nämlich einen Fahrradausflug in Cannes gebucht. Aus diesem Grund muss ich mich im Vorfeld dort melden und ein paar Unterschriften leisten. Hier treffe ich wieder auf den freundlichen Lars aus Osnabrück. Der mit dem Hipster-Bart. Er sieht, dass ich mich für die 35km lange "Mit dem Rad entlang der Cote d'Azur" - Tour entschieden habe. 

"Du fährst nicht die Aktiv-Tour?" 
"Nee, das ist ja der höchste Schwierigkeitsgrad." 

Er überredet mich dann doch zur 45km langen Aktiv-Tour, auf der gut 500 Höhenmeter überwunden werden wollen. Ob das eine gute Entscheidung war, sehe ich in ein paar Tagen und ihr in meinem Bericht über den Tag in Cannes. 

Nun geht es an die oben erwähnten Unterschriften. Ich überfliege die dicht bedruckten Zettel kurz und vermute, dass ich gerade meine Seele an den Teufel verkaufe und so viele Waschmaschinen gekauft habe, wie ich von Cannes aus nach Hause tragen kann. Keine Überraschung also. 

Zurück auf der Kabine finde ich einen seekranken Sohn vor. Er ist blass und beschwert sich, dass das Schiff wackelt. Recht hat er. Ich lege ihn zu seiner Mama ins Bett und versorge beide mit Orangensaft und ein paar Backwaren. Im Anschluss setze ich mich auf den Balkon, genieße den wunderbaren Blick auf das Mittelmeer und denke, dass es ein guter Zeitpunkt ist meinen heutigen Reisebericht anzufangen... 

Veröffentlicht am 10. Mai 2018

Es ist Mittwoch, der 2. Mai. Mein Sohn, meine Frau und ich machen uns heute auf den Weg in den Urlaub. Wir sind für die kommenden 7 Nächte mal wieder an Bord der Wohlfühlflotte. Ganz konkret werden wir unseren Urlaub auf der Mein Schiff 5 verbringen. Unsere Route startet auf Mallorca und führt uns über Rom und La Spezia nach Cannes und Barcelona und schließlich zurück nach Palma de Mallorca. 

Wir haben Glück mit unserem Hinflug, denn er geht um 15:55 Uhr ab Hamburg. Das bedeutet wir können ausschlafen und kommen trotzdem im Hellen auf dem Schiff an.  

Etwas weniger Glück haben wir mit dem Rückflug, da wir erst nach 22 Uhr wieder in Hamburg landen. Das ist auch der Grund, warum wir uns dafür entschieden haben mit dem Auto zum Flughafen zu fahren. Wer möchte schon nach einem späten Heimflug nachts auf dem Hamburger Bahnhof gestrandet sein, weil man den letzten Zug nach Tostedt verpasst? Und dann noch mit einem 2,5 Jahre alten Kind.

Aber da stellte sich mir im Vorfeld natürlich die Frage: "Wohin mit dem Auto am Flughafen?". Die Parkhäuser direkt am Terminal kommen aus Kostengründen natürlich nicht in Frage. 25 Euro pro Tag ist mir dieser Luxus sicher nicht wert. Daher habe ich ein bisschen recherchiert und bin schlussendlich auf Carpark 'n' Fly gekommen. Für 49,90€ für die sieben Tage steht unser Wagen in einer bewachten Tiefgarage und wir werden zum Flughafen gebracht und von dort auch wieder abgeholt. Außerdem muss man den Autoschlüssel nicht abgeben, sondern kann ihn einfach mit in den Urlaub nehmen. Auch ein Kindersitz für den Transfer zum Flughafen wird gestellt. Alles hat auch tatsächlich genauso reibungslos geklappt, wie es im Vorfeld versprochen wurde. Also falls ihr mal in eine ähnliche Situation kommt, empfehle ich "Carpark 'n' Fly". Toller Service zu moderaten Preisen.